Weltfrauentag Feedback auf Augenhöhe

Von Eberhard Will, Mannheim

Heute ist Weltfrauentag. Blumen – auch bloß verbale – zu überreichen, wäre wie 1970 oder wie DDR und geht gar nicht mehr. Dann schon besser Feedback auf Augenhöhe, ganz ehrlich von Mann zu Mann Frau. Oder besser von Mann zu Aktivistin, denn beim übrigen weiblichen Geschlecht dürfte die Aufmerksamkeit für den Weltfrauentag eher oberflächlich sein.

Also, wir haben da ein paar Dinge beobachtet. Dürfen wir darüber mal reden?

  1. Politische Leserbriefe im Internet kann man ja in wenigen Minuten an linke und an rechte und an dumme Zeitungen, Zeitschriften und Blogs richten, je nachdem, wen man gerade wofür loben oder kritisieren möchte. Aber unter den politischen Leserbriefen stammen höchstens 20% von euch Frauen. Immerhin ist die Zahl der politischen Leserbriefe ein Indikator für politisches Interesse, der – jedenfalls außerhalb von Wahlkämpfen – eher nicht manipuliert wird. (Höchstens von manchen Medien selbst.)Aus Desinteresse nur 20% der Leserbriefe zu schreiben (= 100% der Leserinnenbriefe), in allen Parteien unterrepräsentiert zu sein, vor Nominierungen für Wahlämter eher zu zaudern, aber dann Quoten nicht nur für Kandidaturen, sondern am besten noch für Sitzverteilungen zu fordern (gibt es auch), das ist schon etwas anmaßend.
    Nachtrag: Der Anteil weiblicher Leserbriefe geht gegen Null, wenn es z.B. um die selbstmörderische sog. Energiewende geht.
  2. Bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr starben durch Feindeinwirkung bisher nur Männer. Irgendwie ist das ungerecht, denn es deutet auf Schonung hin. https://de.wikipedia.org/wiki/Todesf%C3%A4lle_bei_Auslandseins%C3%A4tzen_der_Bundeswehr  Zwar sind wir der altmodischen Auffassung, dass Frauen beim Militär ohnehin nur Sanitätsdienst leisten sollten (Leben erhalten und Leben weitergeben.)
    Wenn man aber meint, einen Rechtsanspruch zu haben, beim Militär überall dabei zu sein – und natürlich auch bei den Beförderungen – dann fragt man sich, wie sich das auf die Kampkraft auswirkt, wenn die Einsatztaktik dafür sorgt, dass den berufsbedingten Blutzoll nur die Männer zahlen. Wahrscheinlich steigt sie.
  3. 27% der deutschen Akademikerinnen bekommen keine Kinder.   Das heißt, sie nehmen ihre – vermutlich etwas überdurchschnittlichen – Gene irgendwann einfach mit ins Grab. Ihre Rente sollen vorher die Kinder von Immigranten aus Afrika erarbeitet haben.

    Natürlich spielen bei dieser Kinderlosigkeit mindestens ein Dutzend Einflussgrößen eine Rolle. Der Arbeitsmarkt, der Zeitgeist, die Aufschieberitis, die Männer usw. Aber es gibt keine dieser Einflussgrößen, bei deren Wahrnehmung, Interpretation und Bewertung die akademischen Damen nicht selbst die tragende Rolle spielen würden.

    Demografie ist die Basis von allem. Das Desinteresse der Damenwelt ist schon erstaunlich und wird tiefe Spuren hinterlassen.

  4. Wir wissen, woraus die „gläserne Decke“ besteht. Nicht aus Glas, sondern aus den falschen Büchern.  Frauen kaufen und lesen 80% der Romanliteratur. (Ist gut für das Einfühlungsvermögen.)  Außerdem kaufen Frauen 90% der Esoterik-Literatur und zugehöriges Eqipment wie z.B. Klangschalen und Räucherstäbchen. (Ist sicher auch für irgendetwas gut.)

    Männer kaufen und lesen dagegen 80% der Sachbücher. (Ist gut für die Fachkompetenz und das Anmelden von Patenten.)

Ihr wisst ja, Feedback soll einem helfen, den eigenen Blinden Fleck zu verkleinern. Komplimente gibt es heute keine. Erst wieder nächste Woche.

Facebooktwitter
rss

Schreibe einen Kommentar