Gute und böse Aktionen Quod licet Jovi, non licet Bovi

Die WELT berichtete am 11.03.2003:  “Etwa 30 Greenpeace-Aktivisten haben auf dem Brandenburger Tor in Berlin gegen einen Angriff der USA auf den Irak demonstriert. Sie befestigten am Dach des Tores ein sieben mal neun Meter großes, gelbes Transparent mit der Aufschrift “Old Europe says: No War” (Das alte Europa sagt: Kein Krieg). Zuvor war bereits ein blaues Transparent “No War – Greenpeace” aufgezogen worden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) stellte sich laut Greenpeace hinter die Ziele des Protests. Kultursenator Thomas Flierl (PDS) begrüßte die Aktion und verzichtete auf eine Strafanzeige.“

Die WELT berichtete am 27.08.2016: “Rechte Aktivisten haben am Samstag das Brandenburger Tor in Berlin besetzt. Etwa 15 Menschen sollen auf das symbolträchtige Bauwerk geklettert sein. Einige seien bis auf die Quadriga gelangt. Kurze Zeit später räumten die Demonstranten das Bauwerk wieder. Die Polizei stellte die Personalien der Aktivisten fest. Gegen sie wird nun wegen Nötigung, Hausfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. ………………… Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verurteilte die zeitweilige Besetzung scharf. “Es ist schlicht widerlich, wie Demokratiefeinde mit solchen Aktionen versuchen, sich dieses Symbol anzueignen, das inzwischen für ein demokratisches, friedliches und weltoffenes Deutschland steht”, sagte Müller am Samstag laut Mitteilung.“

Quod licet Jovi, non licet Bovi. (Was dem Jupiter erlaubt ist, ist den Rindvieh keineswegs erlaubt.)

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