Lügen gegen RechtsFake News aus der Provinz

Von Eberhard Will, Mannheim

Am Narrensaum der Politik glaubt man unerschütterlich daran, die eigene Glaubwürdigkeit dadurch stärken zu können, dass man gelegentlich faustdicke Lügen über die andere Seite verbreitet. Da es nicht zuletzt der radikalen Politjugend oft an Wissen, Urteilvermögen und Mäßigung fehlt, sucht sie immer mal wieder Selbstbestätigung beim Einsatz von Provokation (bis hin zur Gewalt). Nachdem die Antifa in Mannheim schon einige Monate nichts mehr von sich hat klirren und hören lassen, war es jetzt anscheinend für einige Junge Alternative an der Zeit, ihrerseits mal eine kleine Provokation zu starten.

Anlass bot die Eröffnung eines (sehr) linken Jugend-Kieztreffs in der Neckarstadt. Die linke Festgemeinde vertrieb jedoch die ungebetenen Gäste, die ihren Rückzug mit etwas Pfefferspray deckten und auf dem Gehsteig einen Bengalo abbrannten. Die Polizei war rasch zur Stelle, denn sie war bereits vorab informiert (von wem wohl?) und hatte die Linken gewarnt. So konnte sie einige der aufdringlichen Besucher einsammeln.

Eigentlich wäre diese Geschichte aus der Provinz völlig belanglos, wenn nicht die Mannheimer KOMMUNALINFO der Linken (die auch von der Vorabinfo der Polizei wusste) sofort versucht hätte, sie Aktivisten der Identitären Bewegung in die Schuhe zu schieben. Unvoreingenommenen Zeitgenossen war sofort klar, dass dies frei erfunden sein musste. Erstens passt so eine spießige Veranstaltung nicht ins Beuteschema der Identitären – wer würde darüber bundesweit berichten? Zweitens weckt die Nutzung von Bengalos und Pfefferspray starke Zweifel. Und drittens und besonders unwahrscheinlich: die Eindringlinge kamen im Kostüm des schwarzen Blocks und ohne alle Insignien im Corporate Design der Identitären (Schwarzes Lambda im Kreis auf Gelb). Dabei geht bei denen ohne Spruchbänder und ohne Corporate Design für gute eigene Fotos und Videos gar nichts. Der Polizei und später dem MM war dies klar.

Dennoch war der Trigger der angeblichen Gemeinschaftsaktion zwischen den beiden VS-Beobachtungsobjekten JA und Identitären so stark, dass bei der FRANKFURTER RUNDSCHAU alle Sicherungen durchbrannten, und sie die von der Mannheimer Linken gefakte Zuschreibung ohne Prüfung ins Blatt hob. Dafür erhält die Autorin Katja Thorwarth vermutlich demnächst einen Journalistenpreis. Das wiederum war den Identitären nicht recht, so dass sie ihre Teilnahme an diesem wenig ruhmreichen Event prompt und glaubwürdig auf ihrer Website dementierten.

Wenn in diesem Jahr nichts Schlimmeres passiert, ist es ok.

 

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